Seit die Vereinigten Arabischen Emirate die erneuerbaren Energien entdeckt haben, investieren sie konsequent in den Ausbau ihrer Solarleistung. Eine der jüngsten Installationen ist eine Freiflächenanlage mit 75kwp in Abu Dhabi auf Nurai Island. Montiert wurde die Anlage, die auf Sand aufgestellt wurde, auf das Flachdachmontagesystem VarioTwin 4.0 von der Solardirekt Energy GmbH & Co. KG aus Rheine.

Die Anlage ist als Testprojekt für eine Großanlage mit einer Gesamtleistung von 1,5 MW angelegt.  „Die Umgebung der Anlage ist natürlich eine besondere Herausforderung“, erklärt Geschäftsführer Peer Haase. „Es herrschen extrem hohe Temperaturen und Trockenheit. Zudem ist die Anlage direkt auf Sand gestellt. Gerade deshalb hat man sich für die VarioTwin 4.0 entschieden. Unser System kommt ohne zusätzliche Befestigungen, wie zum Beispiel Rammen aus. Herkömmliche Befestigungen können in dem Sandboden nicht verankert werden. Die VarioTwin 4.0 muss lediglich zusammengesetzt und dann beschwert werden.“

Neben der umgebungsunabhängigen Montage war es vor allem die Einfachheit des Systems, die Daniel Zywietz, Geschäftsführer von Enerwhere Sustainable Energy, einem auf Großanlagen spezialisierter Anlagenbauer mit Sitz in Dubai überzeugt hat.

„Das System ist nahezu selbsterklärend“, erklärt er. „Die Montageanleitung besteht aus wenigen Bildern – und das ist völlig ausreichend. Wir beschäftigen Kräfte aus unterschiedlichsten Regionen, die alle verschiedene Sprachen sprechen. Häufig entstehen dann Sprachbarrieren. Die Bildsprache des Solardirekt Systems ist international. Insgesamt haben wir nur acht Werktage gebraucht, um die Anlage aufzustellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Werkzeug benötigt wird. Auch ungelernte Helfer können die VarioTwin 4.0 montieren. Zudem hat Solardirekt für uns die gesamte Ballastierung berechnet.“    

Während andere Systeme aus der VarioTwin Produktfamilie bereits außereuropäisch eingesetzt wurden, war dies die erste Übersee-Lieferung der VarioTwin 4.0. „Eine logistische Herausforderung“, so Peer Haase. Gemeinsam mit Shareholder Manfred Brinkmann erwartet er jetzt die Ergebnisse des Testprojektes, um dann, voraussichtlich noch in diesem Jahr, die Lieferung für die Anlagenerweiterung vorzubereiten.