INTERSOLAR 2018 - Die Sonne als zentrale Energiequelle der Zukunft

In dieser letzten Folge unserer Interview-Reihe mit Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH geht es um das neue Messekonzept, mit dem sich die Veranstalter an die veränderten Bedingungen des Marktes für erneuerbare Energien angepasst haben.

Solardirekt: „Welche Neuheiten gibt es dieses Jahr auf der Messe?“

Markus Elsässer: „In diesem Jahr ist vieles neu. Gleich vier Messen finden unter dem vereinenden Dach der neuen „The smarter Europe“ Messe statt. Neben der Intersolar Europe und der ees Europe präsentieren wir 2018 zum ersten Mal die EM-Power, die Fachmesse für intelligente Energienutzung in Industrie und Gebäuden, und die Power2Drive Europe, eine Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität. Damit verknüpft die The Smarter E Europe die wesentlichen Aufgabenstellungen der heutigen Energiewirtschaft: umweltfreundlich Strom erzeugen und ihn intelligent verteilen (Intersolar Europe), effizient Strom speichern (ees Europe) und ihn sinnvoll verbrauchen (EM-Power) sowie ihn für mobile Lösungen nutzen (Power2Drive Europe). Der Besucher erlebt mit einem einzigen Ticket die ganze Welt der Energiewirtschaft in einer Tiefe und Breite, die weltweit einzigartig ist.“

Solardirekt: „Die Messe ist ausgebucht. Das war viele Jahre anders. Ist die Solarenergie wieder auf dem Vormarsch?“

Markus Elsässer: „Bereits drei Monate vor Veranstaltungsbeginn waren die Ausstellungsflächen der Intersolar Europe ausgebucht. Diese Entwicklung ist ein Spiegelbild der weltweiten PV-Entwicklung – rund um den Globus herrschen sonnige Aussichten für die Branche. Das hat im Wesentlichen zwei Ursachen: eine starke Verbesserung des Effizienzgrads der Solarzellen und eine immer kostengünstigere PV-Produktion. Viele neue Firmen sind in diesem attraktiven Markt entstanden und beflügeln mit innovativen Lösungen die Solarwirtschaft. The smarter E Europe belegt mehr als 86.000 m² mit 1.200 Ausstellern, 55.000 Besuchern aus 165 Ländern, 50 Prozent Auslandsanteil und acht Messehallen – das sind die aktuellen Zahlen.“

Solardirekt: „Welche Rolle wird die Solarenergie im künftigen Energie-Versorgungsmix spielen?“

Markus Elsässer: „Solarenergie wird eine zentrale Rolle einnehmen, denn die Sonne ist mit großem Abstand die größte Energiequelle. Sie ist umweltverträglich und versorgt uns kostenneutral mit Energie. Wir erhalten von der Sonne 15.000 mal mehr Energie, als wir weltweit verbrauchen. Es wäre absolut unverständlich, dieses Potential nicht zu nutzen. Solarenergie ist zudem die preiswerteste erneuerbare Energiequelle. Windkraft, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie werden jedoch immer eine Rolle im Energiemix spielen. Erst die Kombination der Solarenergie mit diesen Energiequellen schafft das Potential für einen hundertprozentigen Umstieg auf umweltfreundliche erneuerbare Energien. Schon jetzt verzichten immer mehr Kunden auf Strom von weit entfernten Großkraftwerken. Sie produzieren im Wesentlichen mit PV-Anlagen, aber auch mit Blockheizkraftwerken, Brennstoffzellen oder Kleinwindkraftanlagen ihren Strom selbst und nutzen als „Prosumer“ die eigene Energie vor Ort. Die prominente Rolle kann die Solarwirtschaft nur dann spielen, wenn intelligente Energielösungen eine kostensparende, effiziente Energienutzung ermöglichen. Ein wichtiger Faktor ist beispielsweise die Digitalisierung, mit der es möglich ist, alle Komponenten der Sektorkopplung, also Strom, Wärme und Mobilität, intelligent und effizient miteinander zu verbinden. Sie harmonisiert Angebot und Nachfrage und schafft ein intelligentes Energiemanagement, das Strom aus erneuerbaren Energien nicht nur sammelt, sondern auch speichert, effizient verteilt und umweltfreundlich einsetzt.“

Solardirekt: „Herr Elsässer, wir danken Ihnen.“